Ersmals legal: das Paris-Konzert von 1965

Schon wieder eine Ankündigung von Resonance Records. Produzent Zev Feldman hatte schon vor einiger Zeit verraten, aber jetzt ist es auch offiziell: Resonance wird das Paris-Konzert vom 27. März 1965 offiziell veröffentlichen. Zwar gibt es die Musik schon lange auf diversen Bootleg-CDs, aber diesmal wird auch die Familie Montgomery daran beteiligt. Außerdem hat Zev Feldman, den man nicht umsonst den „Indiana Jones der Musikindustrie“ nennt, die originalen Bänder gefunden und von hier aus alles neu abgemischt, er hat auch Fotomaterial vom Konzert und wieder viel Liebe und Arbeit in die Aufbereitung des ganzen Projekts gesteckt.

Wes Montgomery - In Paris. Resonance Records

Wes Montgomery – In Paris. Resonance Records

Worum geht es?

Wenn das Live-Album „Smokin‘ at the Half Note“ (siehe auch einen Beitrag tiefer) der Heilige Gral der Jazzgitarrenwelt ist, dann ist das Paris-Konzert sein Zwilling. Im selben Jahr aufgenommen, nur mit anderen Musikern, zeigt das Konzert Wes auf seinem Höhepunkt. (Siehe auch hier.) Mit Johnny Griffin ist zudem ein Weltklasse-Saxophonist dabei, eine Kombi, die bei Wes nicht allzu oft auf Band dokumentiert ist. Kurz: Das Paris-Konzert ist für mich ein Hotspot in der leider viel zu kurzen Diskographie von Wes Montgomery. Dass die Aufnahmen jetzt bei Resonance erscheinen, ist für mich ein absoluter Hammer, auch wenn die Musik schon lange bekannt ist.

Und hier noch die originale Ankündigung von Zev Feldman:

ANKÜNDIGUNG! Ich freue mich schon darauf, euch alle Neuigkeiten von Resonance’s nächster Veröffentlichung – WES MONTGOMERY „IN PARIS: THE DEFINITIVE ORTF RECORDING – mitzuteilen. Dies ist das legendäre Pariser Konzert im Théâtre des Champs-Élysées vom 27. März 1965 mit Harold Mabern am Klavier, Arthur Harper am Bass und Jimmy Lovelace am Schlagzeug sowie dem legendären Tenorsaxophonisten Johnny Griffin als Special Guest. Das ist Wes mit seiner besten Rhythmusgruppe, die in Flammen steht! Es hat im Laufe der Jahre inoffizielle Bootlegs dieses Konzerts gegeben, aber unsere ist die erste offizielle Veröffentlichung dieser Aufnahme überhaupt, und markiert das erste Mal, dass die Familie Montgomery und die Musiker auf der Aufnahme entschädigt werden. Auch zum ersten Mal ist eine Plattenfirma wieder zu den Original-Tonbandaufnahmen zurückgekehrt (ja, wir haben sie gefunden), hat den Ton für einen besseren Sound neu gemixt (viel besser als die beschissenen MP3s, die viele von uns bisher geliebt haben)!

Wie immer haben wir uns voll und ganz darauf konzentriert, dieses Album mit einer limitierten Auflage von 2LP auf 180 g schwarzem Vinyl herauszubringen, das von Bernie Grundman gemastert und von Record Technology Incorporated bei 33 1/3 RPM gepresst wurde und exklusiv für das am 24. November stattfindende Black Friday Retail-Event am Record Store Day veröffentlicht wurde. Das Cover wurde von dem talentierten Burton Yount entworfen. Die 8-seitige Beilage enthält bisher unveröffentlichte Fotos des Konzerts und Backstage von Jean-Pierre Leloir (mit dem wunderschönen Titelbild), Essays von mir selbst, Vincent Pelote von der Rutgers University, INA’s Pascal Rozat und Interviews mit Harold Mabern und dem Gitarristen Russell Malone. Die LP Collector’s Edition wird außerdem mit 6 Sammler-Postkarten mit den klassischen Bildern von Jean-Pierre Leloir ausgeliefert. Die Deluxe 2CD Edition erscheint im Januar 2018.

Dieses Album erscheint in Partnerschaft mit INA in Frankreich, einem Teil der französischen Regierung. Mit großem Stolz ist es, dass Resonance seine diplomatische Mission bei INA fortsetzt, offiziell große Jazz-Aufnahmen amerikanischer Künstler herauszugeben, die in Frankreich gefangen genommen wurden. Vielen Dank an Christiane Lemire und Pascal Rozat von INA für ihre Hilfe bei der Realisierung dieser Projekte.

Ein herzliches Dankeschön geht an Michael Kurtz und Carrie Colliton vom Department of Record Stores, die dem Plattengeschäft neues Leben eingehaucht haben, indem sie uns die Möglichkeit gaben, diese limitierten Sonderaktionen über den Record Store Day und seine Black-Friday-Veranstaltungen durchzuführen. Es ist uns eine Ehre und wir danken beiden.

Wenn Sie Resonance helfen möchten, rufen Sie bitte Ihren unabhängigen Plattenladen an und teilen Sie ihm mit, dass er diesen Titel am 24. November vorrätig haben soll. (Anm. von mir: Was in Deutschland idR leider daran scheitert, dass in den Plattenläden niemand einen Sinn für Jazz hat. Wer die Ausnahme kennt – gerne in Hamburg – sagt mir bitte Bescheid!)

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