Body And Soul (1965)

Wes Montgomery – Body And Soul

Aufgenommen live in Ronny Scotts Jazzclub, London, 5., 9. und 21. April sowie 3. und 7. Mai 1965.

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wes montgomery - body and soul cd coverWes Montgomery (g)
Stan Tracey (p)
Rick Laird (b)
Ronnie Stephenson (dr)

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Tracklist
1. Sonny Boy
2. Wes Easy Blues (aka D-Natural Blues, Wes Montgomery)
3. Solo Ballad in A Major (aka Mi Cosa, Wes Montgomery)
4. Gone With The Wind
5. Broadway (unknown)
6. Body And Soul
7. I’ll Remember April
8. Here’s That Rainy Day
9. Words From Wes

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Live at Ronnie Scott’s Club

„Wir hatten größte Mühe, ihn zu überzeugen, von Amerika hierher zu kommen, denn er hat enorme Flugangst und wollte auch nicht mit dem Schiff fahren. Wir verraten nicht, wie er gekommen ist, das ist eine Art militärisches Geheimnis, aber hier ist er, zum ersten Mal in England: der weltbeste Jazzgitarrist.“ Mit diesen Worten stellt Ronnie Scott seinen Gaststar zu Beginn vor und schafft so eine freundliche Einleitung für die Aufnahmen, die auf „Body And Soul“ versammelt sind.

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wes montgomery body and soulDas Repertoire, das Wes mit den britischen Jazzmusikern aus dem Umfeld von Ronnie Scott auf der Bühne präsentiert, unterscheidet sich deutlich von dem, was er um diese Zeit mit seinen eigentlichen Quartetten spielt. Hier wird vor allem Session-Kost geboten. Jazzstandards wie „Here’s That Rainy Day“, „Yesterdays“ oder „Gone With The Wind“ werden aber oftmals von Wes in unterschiedlichen Formationen interpretiert. Angereichert wird das Material durch zwei Stücke von Wes. Zum einen durch den „Natural Blues“, der hier als „Wes Easy Blues“ gelistet wird und einem sehr stereotypen Bluesschema folgt. Zum andern performt Wes seine „Solo Ballad in A Major“ („Mi Cosa“), die durch ihre stilistische Eigenständigkeit heraussticht.

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Interessant an „Body And Soul“ sind die abschließenden „Words From Wes“, wo Wes ausgefragt wird ob er übt („No, I don’t practice“) oder wie er Stücke ausarbeitet.