Indianapolis ehrt Wes mit Wasserspiel-Park

Eine etwas obskure Meldung, ich gebe es zu, aber warum soll ich sie hier nicht weitergeben: Im seit 1970 existierenden Wes-Montgomery-Park in Indianapolis gibt es eine neue Attraktion, eine Art Wasserspielpark („Spray Park“). Das Objekt ist in Form einer Gitarre gestaltet und soll so an den Gitarristen erinnern. Zu den Wasserspielen soll Musik von Wes gespielt werden. Zur Eröffnung mit dem Bürgermeister wird auch Wes‘ jüngster Sohn Robert erwartet.

Spray Pool im Wes Montgomery Park

Spray Pool im Wes Montgomery Park

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Mark Whitfield über den Wes-Stil

Weil es derzeit etwas ruhiger ist, was News zu Wes Montgomery angeht, hier ein weiteres Video. Mark Whitfield, zu Gast beim kürzlich verstorbenen Billy Taylor, erzählt über seine Einflüsse und präsentiert live, was Wes von seinen Vorgängern unterschied. Sehr unterhaltend auch das anschließende „Freddy Freeloader“, von Whitfield im Wes-Stil gespielt.

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Diskographie-Updates

Ich habe in den vergangenen Wochen wieder etwas an der Diskographie gearbeitet und einige neue Kommentare hinzugefügt. Da dies in der Timeline nicht angezeigt wird, erlaube ich mir, die Hinweise hier noch einmal zusammenzufassen. Neue Seiten bzw. Kommentare gibt es zu folgenden Wes-Montgomery-Alben:

The Montgomery Brothers (Fantasy, 1961)
Bumpin‘ (Verve, 1965)
Live in Belgium (1965)
Down Here On The Ground (A&M, 1968)

Viel Spaß beim Lesen!

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Wes-Porträt hängt jetzt beim Gouverneur

Wes Montgomery by Joel Washington

Wes Montgomery by Joel Washington

Als Wes Montgomery in Indianapolis lebte, war das Land noch geprägt von Rassentrennung und Rassismus. Schwarze Jazzmusiker hatten lediglich kleine Refugien an der Indiana Avenue, um regelmäßig vor Publikum zu spielen. In den weißen Clubs der Stadt hatten sie nur hin und wieder Auftritte. Wie gut, dass sich die Zeiten geändert haben. Seit ein paar Tagen nun hängt ein Porträt von Wes Montgomery im Haus des Gouverneurs von Indiana, Mitch Daniel. Der Politiker hatte 2006 mit der Tradition gebrochen, an der Südwand seines Büro nur Porträts von Vorgängern in dem Amt aufzuhängen. Seither sind hier Bilder berühmter Persönlichkeiten des Bundesstaates zu sehen, zum Beispiel Cole Porter. Das Wes-Porträt, das jetzt die Wand ziert, wurde 1990 von Joel Washington gemalt und ist eine Leihgabe des Kunstmuseums der Indiana University. Was hätte Wes wohl dazu gesagt?

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R.I.P. Billy Taylor

Pianist und Radiomoderator Dr. Billy Taylor ist am 28. Dezember im Alter von 89 Jahren in Riverdale, New York, gestorben. Billy Taylors und Wes Montgomerys Wege kreuzten sich im Winter 1963/1964, als Wes in einer Sessionband mit u.a. Taylor, Grady Tate und Sänger Joe Williams einige Aufnahmen einspielte. Die Radiomitschnitte wurden unter dem Namen „The Navy Swings“ veröffentlicht (und sind heute unter „Wes Montgomery & the Billy Taylor Trio“ erhältlich).

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Frohe Weihnachten, Wesheads!

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In den glorreichen 1960er Jahren, als dir noch nicht jeder dahergelaufene Medienberater empfohlen hat, im TV möglichst lange Socken zu tragen, durften Moderatoren noch ganz schamlos Bein zeigen, unmotiviert auf einem Bürostuhl herumwackeln und sich dabei mit den Händen an den Eiern herumspielen. Dieser Teil des Wes-Montgomery-Auftritts im britischen Fernsehen, in dem sich der Moderator ein paar Jokes über Wes Nachkommenschaft erlaubt und man endlich weiß, warum der Gitarrist hinterher so grinst, kannte ich bislang noch nicht, und ich danke Wolf Martini für den sachdienlichen Hinweis. In diesem Sinne, allen Besuchern dieses kleinen Wes-Blogs ein frohes Fest, ein volles Haus und ein erfolgreiches Jahr 2011!

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Body And Soul

Body and Soul CD CoverBei Fenn Music ist jetzt eine lange Zeit nicht erhältliche Aufnahme wieder lieferbar: „Body And Soul“. Dabei handelt es sich um Liveaufnahmen aus Ronny Scotts Jazzclub in London, also von der Europatour 1965. Zu dem Quartett gehörten Stan Tracey (p), Rick Laird (b) und Ronnie Stevenson (dr), also Musiker aus dem Umfeld von Ronnie Scott. Scott begrüßt Wes zu Beginn als den „größten Gitarristen der Welt“, was dieser dann auch versucht unter Beweis zu stellen. Neben gängigen Standards enthält das Album auch einen einfachen „Wes Easy Blues“ (eigentlich D-Natural Blues) und das unter Gitarristen hoch geschätzte „Mi Cosa“ (hier als „Solo Ballad in A Major“ gelistet). Mehr dazu hier.

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Pat Martino mal wieder über Wes

„I was more interested in Wes’s presence as a gracious human being. Really, a wonderful, wonderful person with a lot of gratitude for his accomplishments. It was obvious on his face, the smiles and the twinkle in his eyes. It was just a wonderful thing. That’s always been what the guitar has been to me.“ Pat Martino in Guitar International. Sehr lesenswertes Interview, wie so oft bei Pat Martino.

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News im Herbst

1. Die Concord Music Group veröffentlicht derzeit 24-Bit-remasterte Versionen mehrerer klassischer Jazzalben, u. a. von Bill Evans oder Chet Baker. Mit dabei: „Boss Guitar“ von Wes Montgomery. Das Album gehört zu den Hammond-Trio-Aufnahmen, die Wes mit Organist Melvin Rhyne für Riverside gemacht hat. Auf Boss Guitar sitzt Jimmy Cobb an den Drums, und zwar einen Tag, nachdem er das Miles Davis Quintett verließ. Neue Linernotes von Neil Tesser beleuchten die Entstehungsgeschichte des Albums, das zu den besten Riverside-Aufnahmen Wes Montgomerys zählt.

2. Werden die späten Wes-Alben wie „Road Song“ oder „A Day in the Life“ jetzt neu entdeckt? Die Arbeiten von Arrangeur Don Sebesky und Produzent Creed Taylor galten bislang als der musikalische Tiefpunkt in Wes‘ Karriere. Doch Sony entdeckt gerade das Potenzial jener Popjazz-Phase neu, die Mitte der 1960er mit dem A&M-Label begann und sich dann mit Taylors CTI-Label in den Siebzigern fortsetzte. Eine 4-CD-Kompilation klassischer CTI-Alben feiert gerade die „Cool Revolution“ der Aufnahmen, die als Vorläufer des Smooth- bzw Fahrstuhl-Jazz gelten. US-Kritiker Bob Karlovits jedenfalls sieht eine Neubewertung der „Golden Time“ im Anzug.

3. In Gitarre & Bass 11/2010 gibt es einen  Wes-Montgomery-Workshop. Behandelt wird seine berühmte Interpretation von „Round Midnight“ (von „The Wes Montgomery Trio“, 1959).

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